Unsere Geschichte

 

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Wir sind beide im Haslital aufgewachsen. Fränzi in Innertkirchen, Thomi in Hausen bei Meiringen. Nach unserer Schul- und Lehrzeit hat es uns beide nach Bern gezogen. Fränzi für ihre erste Stelle als kaufmännische Angestellte, Thomi nach abgebrochenem Bauingenieurstudium für seine “Kurzausbildung” zum Lehrer. Beide hatten wir unsere eigenen Wohnungen in der Stadt. Das war 1990. Fränzi war 19, Thomi 22. Bis dahin kannten wir uns nicht…

Die Wochenenden verbrachten wir IMMER im Hasli. Fränzi brauchte die Berge hier und Thomi seine Rockband im heimischen Luftschutzkeller. So kam es, dass wir uns eines Freitagabends “zufällig” in einer Disco im kleinen Meiringen begegneten. Erstaunt stellten wir fest, dass wir beide aus diesem gleichen Tal kommen. Das war 1991. Dann ging alles plötzlich ganz schnell …

Am 2. Mai 1991 verkündeten wir offiziell, dass wir ein jungverliebtes Paar sind. Thomi trat seine erste Stelle als Lehrer im Haslital an, Fränzi suchte sich eine neue Stelle in Meiringen. Wir bezogen die erste gemeinsame Wohnung und schmiedeten die Pläne für unsere gemeinsame Zukunft. Wir waren uns einig: 1. Heiraten, 2. Haus kaufen/bauen, 3. Kinder kriegen. Das war 1996. Und genauso kam es – nur einfach völlig anders …

Fränzi wurde schwanger. Nach einem kurzen Auswanderungs”furz” nach Kanada entschieden wir uns doch, “Zuhause” zu bleiben. Wir kauften uns ein altes, heruntergekommenes Haus in der Wildnis oberhalb von Meiringen. Wir investierten unser ganzes Herzblut (mittlerweile ja von 3 Menschen) in dieses Projekt. Irgendwie dazwischen heirateten wir noch. Und es bleibt trotzdem bis heute einer unserer schönsten Tage: Der 2. Mai 1997 …

Dann versuchten wir, unserem Leben einen etwas ruhigeren Verlauf zu geben. Es kam unsere “Familienzeit”. Am 29. August 1997 kam unsere Tochter Lea zur Welt, am 27. Juni 1999 unsere zweite Tochter Jana. Eine wunderbare Zeit an einem wunderbaren Ort mit wunderbaren Menschen lag vor uns. In der “Hochblüte” unserer Familienzeit versorgten wir neben uns Vieren regelmässig Pflegekinder und waren stolze Besitzer von 2 Ponys, 2 Ziegen, 3 Hasen, 2 Katzen, 1 Hund und 2 Aquarien und bewirtschafteten 1 Hektare Land. Das war Leben pur und wir genossen es …

Wir waren stets neugierig und offen, was das Leben für Überraschungen für uns Menschen bereit hält. Wir hatten immer wieder den Mut, das Vertrauen und die gegenseitige Unterstützung, Neues auszuprobieren. Fränzi verliess die kaufmännische Büroarbeit und stieg nach einer Babypause als Behindertenbetreuerin im Heim Sunneschyn in Meiringen ein. Da Kinder, Natur und Kreativität bis heute ihre Leidenschaft sind, übernahm sie zusätzlich einen Nachmittag in der Waldspielgruppe. Beide Tätigkeiten liebt sie heute noch …

Thomi blieb fast 20 Jahre begeisterter Lehrer. Zuerst lange in der öffentlichen,  später als Lerncoach und zum Schluss als Schulleiter in einer privaten Schule. Das stetige Suchen nach und (Er)finden von erfolgversprechenden Lernsituationen und damit erfolgreichen und engagierten Lernenden spornten ihn an. Er wusste aber auch, dass das Leben zu spannend ist, um 40 Jahre lang dasselbe zu tun. Und so kam es, dass er sich an seinem 40. Geburtstag entschied, den sicheren Hafen wieder zu verlassen und nochmals ganz woanders und ganz vorne zu beginnen. Das war 2008. Er hatte sich mit der Unterstützung seiner Familie entschieden, die Ausbildung zum Ranger zu machen …

Mittlerweile sind unsere beiden Töchter erwachsen. Jana macht die Ausbildung zur Drogistin, Lea studiert nach einem Zwischenjahr soziale Arbeit. Unseren “Tierpark” haben wir in den letzten Jahren verkleinert auf 2 Katzen, 1 Aquarium und 1 Hund. Wir sind dankbar, dass wir die letzten 20 verantwortungsvollen Jahre so glücklich und erfolgreich gestalten konnten. Und wir sind stolz darauf, was wir mit Engagement, Liebe und Überzeugung geschaffen und geschafft haben …

Unser “neues Leben” gibt uns wieder Freiraum und Freiheiten, nochmals etwas Mutiges, etwas “Traumhaftes” anzupacken. Ein Projekt zu verwirklichen, das unserer Lebenshaltung nochmals richtig Ausdruck verleiht. Ein Projekt, das zwar risikobehaftet ist, für das es sich aber lohnt zu kämpfen und sich einzusetzen. Ein Projekt, das nicht nur uns glücklich machen soll, sondern auch Modell sein kann für andere Menschen. Ein Projekt, in dem es um verantwortungsbewussten Umgang mit unserem Planeten geht. Damit wir unseren Enkeln eine Welt hinterlassen können, auf der es noch lebenswert ist …

Dieses traumhafte Projekt ist unsere Swiss Ranger Station Haslital. Wir haben damit einen Ort für Menschen geschaffen, die gerne draussen sind und Verantwortung für Morgen übernehmen. Wir freuen uns, wenn du einer dieser Menschen bist …

Willkommen draussen. Willkommen beim Ranger.

Fränzi und Thomi